3. Interpretación y Discusión de Resultados
3.1. Interpretación de Resultados
3.1.4. Lazos afectivos
Japan: MEXT Knowledge Clusters US (Georgia): Georgia Research Alliance Netherlands: Key Innovation Areas
Canada: NRC Technology Cluster Initiatives
Finland: Centres of Expertise Germany: InnoRegio; GA-networking initiative Italy: Technological Districts Netherlands: Peaks in the Delta
Sweden: Visanu, Regional Cluster programme Italy: Law 317(91)
France: SPL programme Finland: National Cluster Programme
Germany: BioRegio
Japan: METI Industrial Clusters Sweden: VINNVÅXT
Korea: Innovative Cluster Cities France: Pôles de compétitivité Norway: Arena programme; Centres of expertise UK: Dept. of Industry
And Trade cluster support through Regional Development Agencies
Czeck Republik: Klastry Programme Spain (Basque country): Competitiveness Clusters
US (Oregon): Oregon Cluster Industries; Oregon Cluster Network
Science and technology/ Innovation policy Industrial and enterprises policy Regional policy
Japan: MEXT Knowledge Clusters US (Georgia): Georgia Research Alliance Netherlands: Key Innovation Areas
Canada: NRC Technology Cluster Initiatives
Finland: Centres of Expertise Germany: InnoRegio; GA-networking initiative Italy: Technological Districts Netherlands: Peaks in the Delta
Sweden: Visanu, Regional Cluster programme Italy: Law 317(91)
France: SPL programme Finland: National Cluster Programme
Germany: BioRegio
Japan: METI Industrial Clusters Sweden: VINNVÅXT
Korea: Innovative Cluster Cities France: Pôles de compétitivité Norway: Arena programme; Centres of expertise UK: Dept. of Industry
And Trade cluster support through Regional Development Agencies
Czeck Republik: Klastry Programme Spain (Basque country): Competitiveness Clusters
US (Oregon): Oregon Cluster Industries; Oregon Cluster Network
Science and technology/ Innovation policy Industrial and enterprises policy Regional policy Quelle: OECD 2007, S. 60
Diese Involvierung mehrer politischer Arenen macht die Notwendigkeit einer horizonta- len Koordination derselben aus Effizienzerwägungen heraus deutlich. Dabei konstatiert die OECD in jeder der drei Arenen einen paradigmatischen Wandel. So änderte sich in den untersuchten Ländern der Fokus von Regionalpolitik weg von Ausgleich zwischen armen und reichen Regionen hin zu einer Stärkung der bereits etablierten Standorte im Sinne der Verbesserung der globalen Wettbewerbsfähigkeit. Die Wissenschafts- und Technologiepolitik fördert immer mehr die Bildung von Netzwerken aus Akademia und Ökonomie im Gegensatz zur früher verbreiteten Einzelprojektförderung. Industriepoli- tik schließlich, welche zunehmend die Stärkung regionaler Agglomeration als Ziel definiert, unterstützt eher kleinere Unternehmen und fördert zudem den Aufbau einer kollektiv benötigten regionalen Infrastruktur. Die direkte Subventionierung von Groß- unternehmen hingegen mit zum Beispiel der Zielsetzung, nationale Champions zu festigen oder strategische Industrien als ganzes zu fördern, findet immer seltener statt (OECD 2007).
Dabei kommt der regionalen Ebene eine ganze Reihe von teils paradigmatischen Ver- änderungen zugute, die innerhalb des europäischen Mehrebenensystems die Kompe-
tenzlagen verändern. Zum einen, nach dem Ende des kalten Krieges eine allgemeine Verschiebung der staatliche Forschungsbudgets, von Rüstung zur sich regional konzent- rierenden Life-Sciences, eine Änderung der Wissensproduktionsfunktion von Modus 1 zu Modus 221, sowie das Aufkommen des neuen technologischen Paradigmas der Bio- technologie. (Cooke 2004, S. 1127) Hinzu kommt, dass sich große pharmazeutische Konzerne zunehmend um Präsenz in regionalen Wissensverdichtungsräumen, zum Beispiel in der Nähe von universitären Exzellenzzentren bemühen, um Wissensströme des neuen biotechnologischen Paradigmas „anzuzapfen“. Auch Meyer-Krahmer (2005) sieht durch diese Prozesse als auch der größeren Marktnähe regionaler politischer Ak- teure eine Aufwertung der regionalen als auch der Europäischen, zu Lasten der nationa- len Ebene (S. 15).
Allerdings kann die Rolle der Europäischen Kommission in der Ausformulierung von Clusterpolitiken vornehmlich als Bereitstellung von Plattformen und Experimentierare- nen zur Kooperation und zum gegenseitigen Lernen charakterisiert werden. So unter- stützt die PRO-INNO Initiative unter Anderem das policy learning von verantwortli- chen Einheiten die Clusterpolicies konzipieren. Die Initiative Europe-INNOVA die eng mit der vorher genannten verbunden ist, ist darauf ausgerichtet die Kooperation und Netzwerkbildung zwischen europäischen Clustern zu verbessern. Dabei fokussiert die EU vornehmlich auf so genannte „lagging regions“ die mit Hilfe des Strukturhilfefonds unterstützt werden.
Auf bundesdeutscher Ebene erfreut sich der Clusteransatz ebenfalls einer steigenden Beliebtheit, angeschoben durch Erfahrungen und den Erfolg des BioRegio Wettbewer- bes Mitte der 1990er Jahre. Der Erfolg hiervon hängt, wie die Analyse zeigen wird, jedoch vornehmlich davon ab, ob regionale und lokale Akteure motiviert werden kön- nen und zudem, ob die subnationale Ebene bereit ist, das Konzept anzunehmen und gegebenenfalls weiterzuführen.
Doch was vermag eine Clusterpoltik realiter zu leisten und welche Faktoren muss sie demnach berücksichtigen? Die Antwort hierauf ist in der Literatur strittig und wird vielfach diskutiert. Eine Problemstellung ist dabei die Unschärfe des Cluster-Begriffs
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Modus 1 beschreibt die traditionelle, lineare Wissensproduktionsfunktion, von meist akademi- scher Grundlagenforschung über die angewandte Forschung zur Produktion und Anwendung. Das Konzept des Modus 2 hingegen sieht die Wissensproduktion als „ … a multifariously inter- linked, recursive, and reflexive process.“ (Schamp et al. 2004, S. 607/608)
selbst, nebst seiner Verästelung, in die in diesem Kapitel beschriebenen Theoreme. Dies berücksichtigend definieren Fromhold-Eisebith/Eisebith (2005) Clusterpolitik folgen- dermassen:
“… we define cluster promotion (…) as any coordinated set of measures, in whatever constellation and style of implementation, that supports the development of a regional industrial agglomeration towards ideal features of a cluster in terms of a specialized, competitive, collaborative and collectively innovative set of sector related industries, research/education and other organizations.” (S. 1252)
Zudem führen sie eine für diese Analyse bedeutende Differenzierung von Clustern ein, die Politikgestalter in der Ausformulierung ihrer Policies berücksichtigen sollten, es ist dies die Differenzierung in Agglomerationen die privatwirtschaftlich, bottom-up entste- hen und solche die auf Top-down Maßnahmen beruhen.
Der konkrete Ausgangspunkt für die Mehrzahl von Clusterpolitiken liegt meist in der Identifizierung von bereits bestehenden Clusterstrukturen. Hier spielt die Landesregie- rung auch in der Implementation nationaler oder übernationaler Clusterpolicies eine prominente Rolle (siehe auch Saxenian 1994). Dabei stehen regionale Politikgestalter zunächst vor der schwierigen Aufgabe regionenspezifische Quellen für regionalen kompetitiven Vorteil als Ansatzpunkt zu identifizieren. Zumeist geschieht dies anhand bereits bestehender regionalökonomischer Schwerpunkte, wie einer Gruppe von Unter- nehmen oder einer stabilen vertikalen Verbindung eines multinationalen mit mehreren jungen wachstumsstarken Unternehmen. Eine Rolle bei diesem Identifizierungsprozess spielen Faktoren wie Größe und Alter der Unternehmungen, deren Spezialisierungsgrad, sowie das Vorhandensein von regionalen Forschungseinrichtungen.
Darauf aufbauend steht Politikgestaltern eine Vielzahl detaillierter Instrumente zu Ver- fügung, um angestrebte Zielsetzungen zu realisieren. Diese lassen sich in vier Gruppen kategorisieren: Motivation von Akteuren, Bereitstellung kollektiver Dienstleistungen, Unterstützung von Verbundforschung und die Bereitstellung eines favorablen Umfeldes für die Gründung neuer Unternehmen (OECD 2007, S. 88). Innerhalb dieser Kategorien steht den Cluster-Programmgestaltern wiederum eine Vielzahl von einzelnen Tools zur Verfügung. Die OECD zählt in ihrer letzten Vergleichsstudie einiger länderspezifischer Clusterpolicies 33 solch spezifischer Instrumente. Zusätzlich sind Instrumente denkbar, die zwar „de jure“ keine Clusterunterstützung zur Zielsetzung haben, de facto jedoch in
diese Richtung wirken können. Ein Beispiel hierfür ist die Einrichtung eines landeswei- ten Businessplanwettbewerbes. Kommen die Gewinner desselben überwiegend von einem Standort, hat das Instrument eine Cluster fördernde Wirkung, auch wenn er prin- zipiell allen Unternehmen oder Gründern des Landes offen steht. Folgende Grafik gibt einen Überblick über die am häufigsten verwendeten Tools zur Clusterentwicklung: